Dienstag, 8. September 2009

Ich




Warum fühle ich mich ständig wie ein Ertrinkender?

Ich sehe alles durch Wasser.

Ich bin... mindestens einen Meter unter dem Wasserspiegel.

Dauerhaft.

Und von Tag zu Tag lassen sie... lasse ich mich ein bisschen mehr in die Tiefe ziehen.

Land unter.

Laune unter.

Nennt es wie ihr wollt.

Aber versucht nicht mir meine Gefühle auszureden.

Wenn ich mich so fühle, dann fühle ich so.


Ich hasse es, wenn es heißt: "Aber Katharina... du kannst doch nicht, du darfst doch nicht, sehe es nicht so eng..." Nix, aber Katharina!


Im Moment ist es so. Ja, es geht immer ein Stückchen schlimmer, aber muss es denn immer gleich am gruseligsten sein, damit es schlimm ist?


Warum will eigentlich jeder an mir herumbasteln? Ziehe das an! Sage das nicht! Nein, so ist es nicht! Mach das nicht! Deine Meinung ist falsch...


Jedes Mal das Gleiche. Ich kann es nicht mehr hören. Eigentlich (fast) immer wird mir (und das schon seid meiner Kindheit) abgesprochen wie ich fühle oder denke.


Und da sagt ein (guter) Freund zu mir: "Du brauchst dich nicht zu rechtfertigen oder zu erklären." Aber wie bitte soll das funktionieren, wenn alles was ich sage nicht EINMAL AKZEPTIERT wird? Nicht einmal einfach hinnehmen. Kein Wenn und Aber, kein Gegenargument.


Mir scheint, um so länger ich mit jemanden zusammen bin, um so häufiger und heftiger, werde ich korrigiert. Das bringt mich um.


Ich bin keine Puppe. Nehmt mich so wie ich bin oder gar nicht.

Wollt ihr lieber die Puppe, die man formen und kleiden kann, wie man will, dann geht spielen.

Ihr habt mich so kennengelernt. Also entweder ihr mögt mich so wie ich bin, oder ich gehe... sehr bald.


Kompromisse schön und gut, es kann nicht alles stimmen. Doch wie oft, und das ohne Erfolg, bin ich solche für euch eingegangen? Mein ganzes Leben besteht aus einem einzigen Kompromiss.

Irgendwann ist auch mal Schluss.


Ich kann nicht mehr.

Dann bin ich lieber einsam.